Ein Song für Kinder auf der Sternenbrücke

>>Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben<<

Mit diesem optimistischen Motto heißt das Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg seine Besucher willkommen. Der Musiker MircoM hat selbst einen Sohn, der viel zu früh wieder unsere Erde verlassen musste – doch für die Arbeit und einfach das Da-Sein der Sternenbrücke in dieser schweren Zeit – ist der Gitarrist und Sänger „aus dem hohen Norden“ so dankbar, dass er ihnen und anderen Eltern, die das gleiche durchstehen müssen, mit seiner Musik helfen möchte.

Die meisten seiner Lieder sind sehr emotional, aber auch offen gehalten, sodass jeder sie für sich interpretieren kann. Viele sind Sohnemann Leo gewidmet, doch sie sollen jedem Trost spenden, der sie hört und ein Ventil für Trauer sein. Den Song „Feuer“, der im Oktober erschienen ist, hat er dem Kinder-Hospiz gewidmet. Alle Einnahmen, die durch ihn generiert werden, egal auf welcher Plattform, gehen direkt an die Sternenbrücke.

Ende Februar werden die ersten Zahlen der Spende verkündet.
Wer mehr über das Haus erfahren möchte, das den Kindern ihre verbleibenden Tage mit so viel Leben, Lachen und Freude wie möglich füllen will, der kann man hier ihre Website besuchen. Doch auf Mircos YouTube Kanal findet sich auch eine kleine Video-Vorstellung des Hospizes.

Du möchtest Kindern dabei helfen, dass sie das Musikmachen lernen können, auch wenn sich ihre Eltern weder das Instrument noch den Unterricht leisten können? Ein weiteres Projekt für Kinder, das Project Fame widmet sich genau dieser Aufgabe und hat derzeit noch eine Startnext Kampagne laufen. Nicht mehr benötigte Instrumente jeder Art können dort als Sachspende abgegeben werden und kreative Kids glücklich machen.

Gerne kann jeder auch so spenden, nicht nur über den Song.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft an Mirco, die Sternenbrücke und alle Familien da draußen
Foxxy

Wie war es, 2020 in der Musikbranche selbständig zu arbeiten?

Von außen lässt es sich schwer beurteilen, wie hart das Pandemie-Jahr die Kultur- und hier im engeren Sinne die Musikbranche wirklich getroffen hat – deswegen habe ich mit jemandem gesprochen, der es erlebt hat und noch tut. Wie ging es vor allem den Selbstständigen in dieser Zeit, die nicht in Kurzarbeit gehen konnten, sondern sich selbst um ein Einkommen kümmern mussten beziehungsweise immerhin durften?

Nick Josten beitreibt die PR-Agentur JO!PR für „Bands und Brands“ (übrigens ein Wortspiel, das mir unabhängig von ihm auch schon eingefallen ist und das ich nach wie vor feiere). Außerdem arbeitet er noch als Booker bei Subkultura Booking – eigentlich. Denn in den letzten Monaten war alles ein bisschen anders.

Im Interview plaudert Nick aus dem Nähkästchen. Der Text ist etwas länger geworden, da es viele wichtige Fragen mit interessanten Antworten gab. Ich würde sagen, nehmt euch jetzt die Zeit. Später, wenn ihr wieder vor den Bühnen feiert, habt ihr sie nicht mehr 😉

Quelle: https://jo-pr.de/

Hallo Nick, lassen wir dieses Interview unter dem Motto „Alarmstufe Rot“ laufen … Warst du denn bei einer Demonstration der Veranstaltungsbranche dabei?

Hi Karla, ich war bei der ersten in meiner Heimatstadt Aachen dabei, zusammen mit einem Kumpel, mit dem ich Konzerte veranstaltet habe. Da wurde die Brücke vor unserem Fußballstadion rot beleuchtet.
Ich bin nicht so der Typ für Demos zu Coronazeiten, aber hier hat sich einmal mehr gezeigt, dass die Veranstaltungsbranche wirklich achtsam mit der Situation umgeht, was Abstände, Hygienekonzepte und so weiter angeht. Ich fand die Aktion toll und gleichzeitig hat man nochmal vielen Kollegen winken können, die ich jetzt so das ganze Jahr nicht gesehen habe.

Quelle: https://alarmstuferot.org/presse, Photo: Schaper Kommunkation, Wolfgang Schaper

Vieles war und ist noch scheiße, aber sicherlich nicht alles. Was war 2020 ein besonders schöner Moment, privat und beruflich?

2020 war für mich beruflich eigentlich sehr interessant: Ich bin von 50% Booking und 50% PR auf 99% PR gegangen und musste zwangsläufig super viel lernen. Wer weiß, ob ich das sonst gemacht hätte.
Einen einzelnen Moment heraus zu picken ist da schwer, ich denke es war der Moment, in dem mir klar geworden ist: Wow, das funktioniert ja! Ich bin seit so kurzer Zeit erst mit meiner PR-Agentur am Start und arbeite schon für ein paar meiner liebsten Indie-Labels!
Als ich fest ins Team von SBÄM Records kam und plötzlich mit ein paar meiner Heroes in Kontakt stand, das hat mich persönlich auch sehr geflasht. Privat lief halt alles so seinen gewohnten Gang, nur ohne Urlaub und Gigs. Meine Frau und ich sind gesund, das ist mir immer die Hauptsache.

Du machst hauptsächlich PR für Musiker, aber ja auch für andere Unternehmen. Konnte sich das ein wenig ausgleichen, also dass es für andere Branchen mehr Aufträge gab?

Lustigerweise ist das Gegenteil eingetreten: Ich habe angefangen, PR für Unternehmen zu machen, meist lokale. Mit und mit kamen Bands dazu, weil ich als Booker seit ein paar Jahren für Bands arbeite und das daher für mich logisch war. 2020 mussten sich dann aus finanziellen Gründen mehr und mehr dieser Unternehmen verabschieden, sodass ich plötzlich fast eine reine Musikagentur war.
Damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Die Unternehmen, für die ich noch arbeite, sind halt eben Recordlabels oder Festivalveranstalter oder andere Agenturen, die mit Musik zu tun haben. Ich war zwischenzeitlich Pressereferent eines Theaters und mache ein paar Copywritingjobs, aber bei den „Bands and Brands“ in meinem Slogan dominieren tatsächlich die Bands momentan.

Für welche Bands laufen aktuell Kampagnen? Wo sollten die Leser mal rein hören?

Stand jetzt (Ende Dezember 2020) bereite ich die Releases von SBÄM Records für den Januar vor. Hier bringen wir die Münchener Skatepunks Heathcliff und die Wiener Pop-Punk Gruppe Rebell Bagatell heraus. Es gibt aber auch spannende Re-Issue Projekte. Kurz vor Weihnachten startet der Vorverkauf für Billy No Mates, dahinter steckt der Sänger von SNUFF, da sind wir mit dabei. Außerdem promote ich noch, was ich im Dezember hatte: Der Singer/Songwriter Mike Noegraf hat eine mega Platte rausgebracht, die auch momentan in ein paar Campusradios gespielt wird. The Shrieks, das ist Psychobilly aus Finnland, haben noch eine EP draußen, die der Knaller ist. Und noch ganz viel. Und meine eigene Band bringt im Februar noch eine EP heraus! Es ist also relativ viel. Deinen Lesern empfehle ich auch auf jeden Fall mal in die Single „Go Away“ von Blast Bomb aus Hamburg anzuhören. Geiler Rock N Roll im Stil von Turbonegro, EP kommt Ende Februar. [wird von mir dann verlinkt, wenn sie da ist]

Blast Bomb (Quelle: https://www.facebook.com/blastbombhamburg/) Photo: Skeleton Dream Photgraphy

Mir hast du Blessed Hellride empfohlen. Damit hast du auch ganz gut meinen Geschmack getroffen. Wie gehst du denn normalerweise vor, wenn du überlegst, wo du welche Band platzierst? Datengetrieben, nach Bauchgefühl …?

Tatsächlich versuche ich da, mental immer ganz neu zu starten. Viele arbeiten datengetrieben, ich gehe meine Kontaktlisten durch und denke konkret an die Leute, mit denen ich darüber sprechen will. Es gehen auch Massenmails heraus, aber das ist immer nur ein ganz kleiner Teil. Das kommt auch immer darauf an, was die Band so mitbringt. Wenn sie z.B. in Kanada ganz viel auf Tour waren, dann gehe ich natürlich da auch auf Blogs zu. Ich versuche, wie ich beim Booking Veranstalter nach ihren Präferenzen frage, auch Journalisten und sonstigen Medienpartnern zugeschnitten Musik zu präsentieren.

Was genau kannst du einer Band denn alles bieten?

Was ich einer Band bieten kann, kommt auch darauf an, ob wir miteinander harmonieren. Einem Jazz-Trio kann ich andere Dinge bieten als einer Metalband. Ich arbeite meistens für konkrete Releases, dazu gehören dann Pressemitteilungen, Bemusterung und Reviews, Interviews, Radiobemusterung und -promotion, Youtubemarketing, Social Media Management und Streamingmarketing mit hohem Fokus auf Spotify Playlisting. Ich gehe auch immer hin und schaue, dass wir an Storys für die Künstler arbeiten und ihre Message an die Leute bekommen, nicht nur das blanke Produkt Album zum Beispiel.

Einer deiner beruflichen Bereiche ist ja das Booking. Konntest du in dieser Hinsicht überhaupt etwas machen dieses Jahr?

Gebookt habe ich dieses Jahr quasi nicht. Das war aber auch eine bewusste Entscheidung, denn einige meiner Kollegen haben z.B. coronakonforme Konzerte an Land gezogen, wovor ich großen Respekt habe. Ich habe alles, was 2020 ausgefallen ist für 2021 wiedergeholt, so gut es eben ging. Das gilt vor allem für Festivals, Touren habe ich auch teilweise einfach abgesagt bzw. mit den Veranstalten „on hold“ gelegt. Es macht einfach alles wenig Sinn, solange die Veranstalter nicht mit Vollauslastung ihrer Clubs oder Festivalflächen arbeiten können. Einige meiner Bands möchten im März schon wieder Shows spielen, das sehe ich aber einfach nicht. Jetzt zum Jahresende bereite ich mich wieder langsam vor, aber ich arbeite jetzt weit in die Zukunft hinein und spreche mit Veranstaltern für Shows 2022. Mit Glück spielen meine Schützlinge wieder 2021 im Sommer oder Herbst, aber eben auch nicht alle.
Meine Engländer Ducking Punches machen auf jeden Fall Pause bis alles wieder save ist, Misconduct aus Schweden sind eh eine Band für Festivals und Weekender und machen familienbedingt nicht mehr so die großen Tourneen. Die kleinen werden es jetzt schwer haben und denen versuche ich so gut es geht zu helfen.

Hast du irgendwelche Überbrückungshilfen beantragt oder erhalten? Gab es einen Grund, warum du es (nicht) beantragen durftest?

Ich habe direkt im ersten Schwung die Soforthilfe des Landes NRW bekommen und es wird sich noch herausstellen, ob das ein Fehler war. Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich bin da ziemlich in diese „Falle“ getappt, wie es viele Solo-Selbstständige taten: Geld erhalten, nur um dann gesagt zu bekommen, dass man es eigentlich gar nicht ausgeben darf, weil jetzt diese und jene Regelungen gelten. Ich bereite mich darauf vor, alles zurückzahlen zu müssen, wenn ich großes Pech habe.
Genauso bin ich mal gespannt, ob die Soforthilfe jetzt als Einnahme versteuern muss. Das wird alles noch sehr interessant und mit viel Ärger verbunden sein. Ich sehe es aber entspannt: Dann war die Soforthilfe eben ein Startkredit für ein Jahr, auch wenn es natürlich bitter für uns kleine Kulturmäuse ist, wenn der Staat auf der anderen Seite Unternehmen, die schon seit Jahren kurz vor dem Konkurs stehen, den Allerwertesten rettet.

Welcher deiner Branchen-Kollegen hatte eine besonders gute Lockdown-Idee?

Also ich respektiere alle, die gute Streamingkonzerte auf den Weg gebracht haben. Ich hab ja selber ein Festival gemacht, obwohl Streams gucken gar nicht mein Ding ist. Und mir ist auch klar, dass dieses Konzept keine langfristige Lösung ist, Streamingkonzerte können einfach das Liveerlebnis in keiner Weise ersetzen. Aber es gab ein paar richtig toll produzierte.
Der Wacken Stream war schon stark. Aber auch so kleinere Geschichten wie der Livestream vom Ruhrpott Rodeo waren super. Ich bin jetzt wieder großer Fan vom WDR Rockpalast geworden, die haben mit sehr jungen Bands tolle Aufzeichnungen gemacht.
Die coronakonformen Konzerte waren auch ne super Idee, da hat man ja dann auch plötzlich Biergärten und Freilichtbühnen für Rockkonzerte genutzt und so, fand ich alles super. Du merkst, ich finde kein Exempel dafür. Ich bin großer Podcast-Fan, hier haben auch viele aus der Musikbranche richtig reingeklotzt und es gab auf jeden Fall auch viele E-Learning Programme, die ich abgefeiert habe, es haben z.B. ein paar Leute gute Patreon-Seiten.
Hier hebt sich für mich ein bisschen der Benedikt Hain heraus, der hat eine Community für das Homerecording mit sehr nützlichen Tutorials gegründet. Homerecording ist ja auch 2020 explodiert gefühlt.
Ein Beispiel fällt mir aus Aachen ein: Die Band Boon Goon, die machen so abgefahrenen Funk-Rock-Metal-Fusion oder so, vielleicht mit Red Hot Chilli Peppers vergleichbar, aber härter, hat in unserer Stammkneipe, dem Wild Rover, einen Monat lang jeden Tag vor 5 Leuten gespielt, weil mehr nicht rein durften. Das war super abgefahren und stand hier auch in der Zeitung. Das ist ne richtig sympathische Idee finde ich!

Mit diesem Foto hat Nick nichts zu tun, doch es zeigt ein Kölner Studio, in dem coronkonforme Programme mit und für die Metalszene gedreht wurden. Mehr dazu bald!

Und wen hat es besonders hart getroffen? Das kann sowohl in geschäftlicher als auch in gesundheitlicher Hinsicht sein.

Noch kenne ich zum Glück niemanden, der irgendwie auf der Straße sitzt oder langfristig die Branche wechseln muss. Einige meiner Technikerfreunde machen teilweise andere Jobs, aber nur nebenbei, um über die Runden zu kommen und viele Booker machen jetzt so in Richtung Marketing.
Wirtschaftlich geht also quasi noch so einigermaßen, würde ich sagen, wobei es vor allem die Clubbetreiber in meinem Bekanntenkreis sind, die es schwer haben. Meine Techniker- oder Bookerfreunde kommen irgendwie mit anderen Projekten über die Runden. Ich habe jetzt von den ersten dauerhaften Schließungen gehört, vor allem in England, da blutet mir das Herz, weil da auch Clubs dabei sind, in denen ich schon gespielt habe. Gesundheitlich habe ich eine Freundin, die die Corona-Grippe zwar durchgestanden hat, aber nur noch 70% Lungenvolumen. Sie ist sportlich also ist das schon bitter. Ein entfernter Bekannter vom Booking hat vor ein paar Monaten gepostet, dass sein Dad an Corona gestorben ist, so was macht mich selbstverständlich sehr traurig, auch wenn ich die Person nicht kenne. Einer meiner besten Freunde ist Amerikaner und lebt und New York, da sind tatsächlich gleich mehrere Coronatote in der Familie. Da bekommt man schon Angst und es wird einem klar, dass die berufliche Existenz echt nicht alles ist.

Wie sah ein durchschnittlicher Mittwoch bei dir 2019 aus und wie 2020? Und wie sah es, sagen wir, an einem Mittwoch 2012 aus? 😀

Puh, 2019 war einfach Livegeschäft so sehr drin in meinem Alltag. Wo ich 2019 noch Veranstalter angeschrieben hätte, schreibe ich jetzt für meine Kunden eben Journalisten an. Dazu kommt, dass ich Mittwochs Abends Proben gehabt hätte, die 2020 zwar nicht ausgefallen, aber rarer geworden sind. Vom Arbeitsalltag her hat sich nicht so sehr viel geändert außer, dass bei mir alles ein Stück weit professioneller geworden ist und ich jetzt im Arbeitszimmer sitze, Papierkram usw. mache statt auf der Couch bei lauter Musik rumzubooken!
2012 kann ich mich schon kaum noch erinnern. Da war ich Student, also hatte ich vermutlich ein paar Vorlesungen, hab mich dann in den Park gepflanzt, um zu lesen, dann Fitnessstudio und abends Kneipe. Ziemlich gutes Leben, wenn ich mir das so überlege gerade. Auf jeden Fall war noch nichts mit Musikbusiness außer, dass ich zu dieser Zeit langsam angefangen habe, für meine aktuelle Band Konzerte an Land zu ziehen.

In welchem musikalischen Genre bist du selbst zu Hause?

Ich bin halt Punkrocker und mag hier fast alle Subgenres. Früher war ich krasser Psychobilly und Rockabilly Fan, mittlerweile kehre ich zu meinen „Wurzeln“ aus Teenagerjahren zurück und höre meist Skatepunk, Indiepunk und die modernen Bands, die gerade so unterwegs sind. Ich bin aber auch großer Metalfan, weil ich früher auch etwas Grufti war. Die ganze schwarze Szene wird mich da nie vollständig loslassen.
Was weniger Leute wissen ist aber auch, dass ich totaler Hip Hop Fan bin, mehr so oldschool Zeug. Aber auch in der Branche versuche ich up-to-date zu sein und ein richtig guter Rapper hat mich schon immer mitgenommen, auch als Punker.

Dein aktueller Geheimtipp, der nicht mit dir zusammen arbeitet?

Geheimtipps sind immer schwer. 2020 haben mich viele Bands sehr abgeholt, bei den bekannteren sind das Spanish Love Songs, Touché Amore, Mad Sin, The Other.
Mit wem ich nicht zusammen arbeite, aber dies gerne täte, sind vielleicht die Deadnotes, bei denen passiert momentan ganz viel und die machen einen tollen Job. Ich kann außerdem nur jedem ans Herz legen, mal Antillectual auszuchecken, wieso die nicht saugroß sind, erschließt sich mir manchmal nicht, weil ich so ein Fan von denen bin! Ansonsten vielleicht Sewer Rats, Shoreline und die beiden Schwesterbands meiner eigenen Band, das sind The Sensitives und Death By Horse aus Schweden. Wir sind eine Familie und die unterstützt man ja! Oh und wenn ich nochmal den lokalen Aachener Tipp abgeben darf: Behaltet Boon Goon im Auge. Da könnte echt was passieren.

Hast du eine Ausbildung gemacht oder kamst du über die Learning by Doing-Methode zu all den beruflichen Erfahrungen?

Ich glaube, im Musikbusiness sind die meisten Leute tatsächlich Quereinsteiger wie ich, zumindest die, die in der Solo-Selbständigkeit landen. Ich habe Germanistik und Anglistik studiert und dann ein Volontariat in einer PR-Agentur gemacht.
Die eigentlichen Skills kamen aber durch Nebenjobs bei Zeitungen, Fanzines, Radios und Marketingagenturen und viel try-and-error. Das Networking habe ich mir selbst erarbeitet, weil ich eben meine eigene Band pushen wollte bis halt mal ein Bookerkollege ankam und meinte: Mach das doch auch für andere Bands! Ich glaube, man kann durch Eigendidaktik viel erreichen, wenn man genug Biss hat. Eine Ausbildung dahingehend gibt dir dann das nötige Handwerkszeug mit und hilft auch der professionellen Arbeitsweise enorm.

Wann hast du dich selbstständig gemacht und mit welchem Ziel vor Augen?

Ende August 2019 endete mein Volontariat und ich wollte nicht in der Agentur bleiben, weil ich in die Musikbranche wollte. Das war einfach das Ziel: Musikbranche.
Leider war ich dann „schon“ 29 Jahre alt und verheiratet, also kam jetzt so der übliche Weg „Praktikum bei Universal, Praktikum hier, Praktikum da“ nicht so wirklich in Frage. Also habe ich genutzt, was ich gelernt hatte und freiberuflicher Booker und Tourmanager war ich eh schon, einfach weil ich so viele Bands kenne. Dann dachte ich mir eben: „Jetzt oder nie!“ – 2020 war dann das Jahr, wo ich vom Freelancer zum Unternehmer geworden bin und auch wenn ich noch viele Ziele habe, so würde ich schon sagen, dass ich zumindest in der Branche schon mal irgendwie drin bin, wenn auch nur in einer Nische.
Ich habe dieses Jahr so viele tolle Partner und Kollegen mit ins Boot geholt und arbeite mit Leuten zusammen, von denen ich nie gedacht hätte, dass wir mal Kollegen auf Augenhöhe werden. Vor allem dachte ich nicht daran, im ersten Jahr schon so breit zu Netzwerken, so ganz ohne Reeperbahnfestival oder Backstage-Dorf. Von hier geht es nur noch weiter nach vorn, das war immer schon mein Motto.

Nun hast du mich via Facebook-Messenger angeschrieben, nicht via E-Mail. Obwohl es ja um eine Art geschäftliche Beziehung geht. Funktioniert PR heute über die Sozialen Medien besser als über E-Mail oder Telefon und ist das bei den „klassischen“Medien inzwischen auch so, also dass du auch TV-Teams auf diese Weise kontaktieren könntest?

Also eigentlich geht so Social-Media DM gar nicht so gut. Es sollte schon bei der klassischen Mail und dem Telefonat bleiben. Ausnahmen bestätigen da die Regeln. Wir hatten uns ja vor einer Weile schon mal vernetzt und deshalb ist die Hemmschwelle einer kurzen DM niedriger als beim Erstkontakt mit einem Medium, einem potenziellen Kunden usw. Ich denke, Social Media sollte man zum Vernetzen nutzen, aber nicht um Business zu besprechen. Eine Ausnahme kann da LinkedIn sein, weil das ja quasi das Facebook für Unternehmen ist. Ich habe viele meiner Kollegen usw. über soziale Medien getroffen und mit ein paar Journalisten quatsche ich auch auf Facebook und Instagram. Wo es geht, ziehe ich aber selbst die E-Mail vor.

Zum Abschluss: Welchen lehrreichen Podcast hörst du gerne, um dich beruflich fortzubilden?

Also nicht ganz uneigennützig erwähne ich da den Podcast von Redfield Records „Macher der Musikbranche“.
Ich bin da selbst drin involviert ein Stück weit, aber kann den auch so ohne Weiteres weiterempfehlen, weil die Gäste wirklich krass sind und super interessant, nicht nur für die Subkultur-Menschen. Lustig, ich habe zu Podcasts neulich noch meine Favoriten bei LinkedIn gepostet und muss nun trotzdem wieder überlegen.
„The Band Show“ ist auch sehr cool wegen der interessanten Gäste, „Innerlich Elvis“ ist vor allem was für D.I.Y.-Musiker, die noch so ein bisschen am Anfang stehen, „Learnings“ oder „Business Punk“ sind gute Podcasts für Unternehmer generell, da wird dann auch mit Fachjargon aus dem Marketing um sich geworfen.

Im Portrait: 10 Fragen an Jens Peters von Neck Cemetery

Photo by Ili Jelusic

Hier kommen 10 mehr oder weniger sinnvolle Fragen an Jens Peters, Sänger der Heavy Metal Band Neck Cemetery! Obwohl sie sich erst 2018 gegründet haben, durfte das Gespann aus Nordrhein-Westfalen schon im Sommer 2020 einen Plattenvertrag mit Reaper Entertainment Europe unterschreiben. Zu meinem Interviewpartner Jens sei noch gesagt, dass normalerweise er derjenige ist, der die Fragen stellt – als Redakteur für das Rock Hard Magazin. Umso schwieriger war es, mir originelle Fragen zu überlegen. Doch ich habe es versucht. Übrigens ist er dadurch auch der erste Musiker, bei dem ich keinen einzigen Tippfehler in den Antworten zu korrigieren hatte … 😉

Photo by Thorsten Seiffert

1. Welchen Song hast du zuletzt gehört und auf welchem Medium?

Gerade in diesem Moment läuft auf meinem Plattenspieler „The Devil Didn’t Make Me Do It“, der Opener der aktuellen Twin Temple-LP. Ziemlich coole Band.

2. Wenn du dich selbst interviewen könntest, welche Frage würdest du dir stellen? An dieser Stelle darfst du die Frage auch gerne beantworten 😉

Genau diese, und ich würde sie genau so beantworten. Fragen-ception. 😀

3. Wie fühlt es sich denn generell an, dass nun du derjenige bist, dessen Album bewertet wird und nicht umgekehrt?

Ganz natürlich. Wenn man sich mit seiner Musik an eine breitere Öffentlichkeit wagt – und das tut man heute dank des Internets im Grunde sofort, wenn man etwas veröffentlicht – dann muss man auch damit leben, dass das eigene Schaffen bewertet wird. Dass nicht jeder jede Mucke gut findet, liegt in der Natur der Sache und ist auch völlig okay. Wie heißt es so schön? „No hate, no fame.“ 😉

4. Womit hast du dir die letzten Monate die Zeit vertrieben? Wie viel Prozent davon entfielen auf Neck Cemetery?

Das Jahr 2020 verlief aufgrund der bekannten Umstände ganz anders als erwartet. Eigentlich wäre ich im Sommer von Festival zu Festival gedüst, so war weitestgehend Home Office angesagt. In Retrospektive war das im Bezug auf Neck Cemetery nicht übel, weil ich dadurch viel mehr Zeit hatte, mich um all die Dinge zu kümmern, die der neue Plattenvertrag mit sich bringt. Wir hatten ursprünglich im Grunde nur vor, das Album in kleiner Auflage entweder selbst oder über ein kleines Liebhaber-Label zu veröffentlichen. Dass es jetzt zu einer Zusammenarbeit mit Reaper Entertainment (bzw. im internationalen Vertrieb dann Universal Music) gekommen ist, war für uns selbst eine – natürlich freudige – Überraschung. Ich würde sagen, dass ich über die Sommermonate etwa 70 bis 80 Prozent meiner Freizeit in die Band gesteckt habe. Nach dem Release im Herbst wurde es dann deutlich ruhiger. Momentan arbeiten wir bereits mit Hochdruck an Songmaterial für den Nachfolger, da Gigs nach wie vor nicht in einem ansprechenden Rahmen möglich sind.

5. Wenn du jedes eurer Bandmitglieder mit einem Getränk vergleichen müsstest, wer wäre was?

Jetzt muss ich aufpassen, dass ich mir keine Feinde mache: Boris wäre aufgrund seines „Dungeon of Dänger“ (der sozusagen das Neck-Cemetery-Hauptquartier ist) definitiv ein Schreckenskammer-Kölsch. Lukas wäre ein starker Kaffee – immer voller Energie, und wenn er in die Kessel haut, nickt garantiert niemand ein. Matti wäre ein guter Scotch – und Yorck ganz klar ein Whiskey-Cola, denn mehr Rock’n’Roll geht nicht.

6. Deine Netflix & Chill Serienempfehlung für den Winter?

Wenn es Comedy sein soll, kann ich „Space Force“ mit Steve Carell empfehlen. Ist inzwischen schon etwas älter, die erste Staffel ist im vergangenen Frühjahr erschienen. Generell ein Stück weit nerdig, aber ziemlich charmant. Ansonsten ist im Spätsommer die zweite Staffel von „The Umbrella Academy“ an den Start gegangen, damit hatte ich auch meinen Spaß. Und dann gibt’s natürlich auch noch „The Mandalorian“, allerdings nicht auf Netflix, sondern auf Disney+. Die zweite Staffel war wieder der Knaller, ich freue mich jetzt schon auf kommenden Winter.

7. Beschreibe in maximal 5 Worten deine Meinung zu Quietschentchen.

Die sind schon reichlich quietschig.

8. Welchen in den letzten Jahren verstorbenen Musiker würdest du gerne zurückholen, um ein Duett mit ihm zu spielen?

Keinen. Die Toten haben sich ihre Ruhe verdient.

9. Wenn du einen Song über dieses Jahr schreiben müsstest, wie würde der Titel heißen?

Verrate ich nicht, kommt vermutlich auf unsere nächste LP. 😉

10. Alfred Hitchcock oder Tim Burton?

Kommt immer auf die Stimmung an, aber generell lieber Burton.

Photo by Monsterpics

Links zu Neck Cemetery:

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EP promoten in Lockdown Zeiten

Da dieses Interview lang und ausführlich genug ist, möchte ich keine lange Einleitung schreiben. Nur so viel sei verraten: Es geht um die junge Band Hospital Revival, die ihre erste EP genau dann veröffentlichen und mit Livekonzerten bewerben wollten, als der erste coronabedingte Lockdown Deutschland erwischt hat. Eine ziemlich blöde Situation für einen Act, der sich erst noch einen Namen machen muss … Wie Hospital Revival die Situation erlebt und gemeistert haben, das lest ihr hier.

HOSPITAL REVIVAL, Band-Shooting in der BG-Klinik

Bitte sagt mir, dass ihr euch schon vorher Hospital Revival genannt habt! xD Hat denn irgendwer von euch einen Beruf im medizinischen Bereich?

Ja, tatsächlich haben wir uns schon vor der Pandemie so genannt und jetzt passt  das natürlich umso besser! Tatsächlich arbeitet keiner von uns selbst im direkten medizinischen Bereich, aber teilweise in der Medizintechnik.
Dennoch haben wir gute Bekannte dort, die besonders im Moment wahnsinnig viel leisten. Durch diese war es uns auch möglich, das Promo Shooting in einem richtigen OP zu machen (natürlich auch vor der Pandemie 😉 ).

Ihr schreibt, ihr wollt den Hard Rock wiederbeleben. Ich höre aber auch Metalcore Elemente in eurer Musik (stimmlich, der Wechsel zwischen tief-growlig und klar, die Dramatik), zudem ist der Sound sehr modern. In meinen Augen ist das also eigentlich keine Wiederbelebung von etwas Altem, sondern wie eine Wiedergeburt im frischen, verjüngten Gewand. Oder wie seht ihr das?

Absolut! Nur die alten Bands aus den 70er/80er zu kopieren wäre in unseren Augen keine richtige Wiederbelebung. Es soll, wie du schön beschrieben hast, frisch daherkommen. Wir finden, dass die Musikrichtung derzeit recht krass auseinander driften und jeder versucht seine Nische zu finden, indem noch irgendwas Neues gesucht wird wie bspw. Reggae-Trance-Schlager-Core.
Manches davon hat natürlich seinen Charme und seine Daseinsberechtigung. Wir glauben jedoch auch, dass es nicht immer noch komplexer oder auf irgendeine Weise brandneu sein muss um zu gefallen. Es muss lediglich qualitativ gut gemacht sein und ins Ohr gehen.
Der Begriff Hard Rock lässt viele immer noch nur an Bands wie AC/DC, Deep Purple, Guns’n’Roses oder, um auch noch eine deutsche Band zu nennen, die Scorpions denken. Wir finden das so eigentlich nicht mehr richtig, so beschreiben Stone Sour ihren Stil ebenfalls als Hard Rock. Leider scheint das im allgemeinen Musikbewusstseins in unseren Augen irgendwie noch nicht so richtig angekommen zu sein.
Genau das wollen wir ändern und haben deswegen den Begriff Hard Rock 2.0 geschaffen.

Kommen wir zu eurer Situation: Wann habt ihr euch als Band gegründet? Wie lange hat es bis zur ersten EP gedauert, die genau zur Zeit des ersten Lockdowns erschienen ist?

Richtig dazu entschieden, als Band was auf die Beine stellen zu wollen, haben wir Anfang 2019. Unser Drummer, Bassist und ich (Leadgitarre) spielten bereits vorher in einer Band zusammen, die sich aufgelöst hatte. Weiter Musik machen wollten wir auf jeden Fall und nahmen dann unsere beiden Sänger, von denen einer auch noch Gitarre spielt, mit auf. Diese kannten wir vorher auch schon und hatten ein paar Gigs zusammen gespielt aber nie fest zusammen Musik gemacht.
Songideen hatten wir bereits vorher schon ein paar und wir hatten recht schnell 7 oder 8 Lieder zusammen, von denen es jetzt erst einmal 5 auf unsere EP ROSC geschafft haben. Fertig mit den Aufnahmen waren wir eigentlich schon im Herbst 2019, hatten aber noch kein Programm für ca. 1h live, was wir aber bei Release schon gerne gespielt hätten.
Daher haben wir dann erst mal noch weiter an Songs gearbeitet und wollten im Jahr 2020 unsere Releaseparty geben. Daraus wurde aus bekannten Gründen nichts und wir schoben die VÖ vor uns her, bis wir irgendwann im Sommer bis Herbst anfingen zu denken, eigentlich egal, wir hauen die EP raus und schauen mal wie Sie ankommt und wie viele Leute wir online erreichen.

Der Lockdown hat euch vermutlich kalt erwischt. Wie war denn der zeitliche Verlauf? Was war schon fertig am „letzten normalen Tag“, diesem besonderen Freitag den 13.?

Tatsächlich waren die Songs fertig aufgenommen, gemischt und gemastert. Ebenso hatten wir bereits das Promoshooting hinter uns. Dennoch hatten uns aber dann vor dem Release dazu entschieden Sie nochmal neu zu mischen weil wir das Gefühl hatten, man kann noch ein bisschen mehr rausholen. In den 5 Tagen im Studio war nach dem Recorden leider nicht mehr viel Zeit dafür und so sind wir dann nochmal 2 Tage hin um den finalen Mix zu setzen und haben Sie nochmals zum Mastern weggegeben.
Artwork, Video, Homepage etc. wurden anschließend erst während des Lockwowns fertig gemacht.

Habt ihr normal geprobt im Sommer oder wie habt ihr dieses Jahr als Band verbracht?

Normal geprobt leider nicht, durch die Pandemie wurden die uns verfügbaren Termine noch knapper. Einer von uns arbeitet im Einzelhandel, für den die Pandemie jede Menge Überstunden bedeutete und ein anderer hat Schichtarbeit (auch Sa/So). Das macht die Termine so schon schwierig und in der Pandemie dann fast unmöglich zu planen. Ein paar Mal hat’s trotzdem geklappt und Spaß gemacht, es sind sogar 1 oder 2 Songideen ausgearbeitet worden.

Ihr habt nun also da gesessen und euch überlegt: Wie bringen wir unsere EP „ROSC“ da raus in die Welt, wenn wir daheim bleiben müssen?

Schlussendlich dachten wir, dass gerade World of Chaos (witzigerweise auch schon 2019 geschrieben) derzeit einen Nerv treffen könnte und wollten die Songs nach etlichen Ankündigungen bei Leuten die uns bereits kannten auch endlich mal vorzeigen.

Zu welchen Schlüssen und Strategien seid ihr dabei gekommen?

Als Vertriebspartner haben wir Spinnup gewählt und versuchen es, mit Plattformen für Kuratoren, Influencer etc. ein paar Leuten vorzustellen, was auch für die erste EP recht gut funktioniert hat.
Natürlich lernt man immer was dazu, wenn wir wieder unsere erste EP rausbringen, würden wir vorher unser Spotify Artist Profil claimen und bereits vor Release mehr an Promo machen über Kuratoren.

Welche Probleme gab es, und was hat euch positiv überrascht?

Total positiv überrascht waren wir von einigen Radiosendern. Beispielsweise liefen wir über eine Corona-bedingte Aktion auf dem Karlsruher Radiosender Alternative FM bereits 2,3 Mal am Tag vor Release, was super war! Generell haben wir das Gefühl, im Moment hören die Leute wenigstens mal rein, wenn man kommt und sagt: „Hey wir haben hier was komplett Neues am Start und würden uns freuen, wenn ihr mal zumindest 30-60 Sek. Zeit habt reinzuhören.“
Problematisch ist halt die soziale Distanz, da geht leider einiges an Bandfeeling flöten, wenn jeder nur zu Hause am Releasetag sitzt, der ja wieder voll in die Kontaktbeschränkungen fiel.

Wie habt ihr denn mich oder den Blog gefunden? Über normale Presselisten bin ich ja nicht erreichbar.

Über Instagram hat dich Kathi (Freundin des Gitarristen) entdeckt und meinte die ist cool, schreib Sie mal an, ob Sie auch was über euch schreibt.

[Anmerkung von mir hierzu: Auch Hospital Revival habe ich erzählt, dass es auf diesem Blog keine „gewöhnlichen“ Album-Reviews oder News zu VÖs gibt. Aus folgenden drei Gründen: Weil ich allein gar nicht alles abdecken könnte, was veröffentlicht wird; weil es beim Schreiben redundant wird; und weil es hundertmillionen Magazine gibt, die genau dies tun: Reviews und News. Hier soll es aber persönlicher und kreativer zugehen. 🙂 Also bitte schickt mir keine Links mehr mit der Frage nach einer Rezension. Danke! <3]

Eure Musik lässt sich auf jeder bekannten Streaming Plattform abspielen. Was musstet ihr machen, um da drauf zu kommen?

Wie bereits erwähnt muss man natürlich eine gewisse Qualität abliefern und sich dann als kleine Band für einen Vertriebspartner wie Spinnup, Distrokid, recordJet um nur ein paar zu nennen entscheiden.

Wenn es Live Shows gäbe, was würdet ihr dort machen, um auf die EP aufmerksam zu machen?

Die ganze Energie die uns zur Verfügung steht in c.a. 1h Programm entladen mit einer Show, die unserem Motto entspricht. Dazu hätten wir dann natürlich auch ein paar CD’s machen lassen und ggf. auch Merch. Nur leider kauft das ohne Gigs kaum jmd.

Für wen ist der Sound überhaupt geeignet? Nennt mal drei Bands, deren Fans sich euch anhören sollten.

Stone Sour, Papa Roach, Alter Bridge

Was wünscht ihr euch zu Weihnachten?

Sinkende Fallzahlen, viel Impfstoff und neue Fans 😉

Viele Grüße und danke für das Interview!
Daniel & der Rest von Hospital Revival sowie von Kathi, die dich entdeckt hat

HOSPITAL REVIVAL, Band-Shooting in der BG-Klinik

Ab wann ist bei Musikern ein Manager sinnvoll?

Folgendes Szenario hat vor ein paar Wochen kleine Wellen geschlagen: Eine Sängerin schrieb in vielen Musiker-Gruppen, dass sie gerade ihre ersten zwei Songs fertig habe und nun einen Manager suche, der ihr bei „all dem Drumherum“ helfen könnte. Am besten aber jemand, der nicht beim Anblick von nackter Haut sofort sabbern würde!! – unterlegt mit einem Foto von sich, auf dem sie stark geschminkt und sexy posiert. So Fotos kann jeder posten wie er lustig ist, aber bei der Kombination musste ich schon ein wenig schmunzeln.
Als sie auf Gegenwind stieß, weil viele sagten, es sei bei ihrem Karrierestand noch zu früh für einen Manager, argumentierte sie nicht mit Gründen zurück, warum es doch schon Zeit für ein professionelles Management wäre – sondern postete weitere, noch mehr Haut zeigende Bilder von sich. Weil sie dachte, die Kritik hätte sie nur wegen der sexy Bilder bekommen und weil sie eine schöne Frau sei. Ab dann habe ich leider die Details vergessen, weil es mir zu blöd wurde.

Doch die wahre Frage, die sich hier stellt: War es wirklich zu früh, um nach einem Manager zu fragen?

Ab wann ist welche „Art“ von Manager angebracht?

Im Fall der beschriebenen Dame war ich eine von denen, die sie eher ausgebremst hat. Denn sie suchte direkt nach einem der großen Fische in der Branche. Unabhängig davon, ob sie vielleicht mit etwas Glück (oder nackter Haut^^) jemanden gefunden hätte, hat sie dadurch schon bei ihrem ersten Auftreten einen etwas überheblichen, negativen Beigeschmack hinterlassen. Der ein oder andere Akteur der Branche merkt sich das vielleicht und gibt ihr später, wenn ihr Erfolg insgesamt gewachsen ist, keine Chance auf eine Zusammenarbeit.

Es ist nicht hochnäsig, nach professioneller Unterstützung zu fragen, sondern ein positives Zeichen von Selbstbewusstsein und davon, dass man an sein eigenes Werk glaubt?
Jein. Hier macht zum einen der Ton die Musik, also mit welchen Worten und Ansprüchen man nach was fragt, und zum anderen würde ein wirklich seriöser Manager zu Beginn überhaupt nichts durch sie verdienen. Sie fragt also nach einem gratis Dienstleister.

Warum?
Weil seriöses Künstlermanagement so funktioniert, dass es ca. 20 Prozent von dem bekommt, was der Künstler durch vom Manager herbeigeschaffte Aufträge einnimmt. Bei eine*m Künstler*in, der oder die noch nicht einmal eine EP oder Demos fertig hat und kaum Liverfahrung, wird es zunächst nicht viele Umsätze geben; egal wie gut vernetzt das Management ist. Damit sich der Zeitaufwand des Managers oder der Managerin lohnt, wird er oder sie also eine Bezahlung vom Künstler verlangen. Und dann kann es ganz schnell passieren, dass es dem Manager egal wird, wie viele Aufträge der Künstler erhält. Denn er wird ja von diesem sowieso pro Stunde Aufwand bezahlt.

Man kann also als erste Richtlinie den Zeitpunkt nehmen, zu dem man regelmäßig Einnahmen durch seine Kunst erzielt.

photo by Pyrus Band

Ist es nicht der Job eines Künstlermanagers, diese Einnahmen zu ermöglichen?

Auch hier ist die Antwort wieder ein klares Jein. Denn ja, der Manager soll die Karriere des Künstlers fördern und so Einnahmen vergrößern. Allerdings kann er nicht zaubern und Geldquellen aus dem Nichts erschaffen. Die kreative Vorarbeit muss beim Solomusiker oder bei der Band liegen. Zudem haben sich die Zeiten geändert, wie man so schön sagt: Dadurch, dass es heutzutage möglich ist, auch ohne fremde Hilfe über das Internet bekannt zu werden, wird es von Agenturen (leider?) auch vorausgesetzt, dass sich ein Künstler schon aus eigener Kraft ein kleines Publikum aufbauen konnte, und sich am besten auch schon als klar umfasste Marke etablieren konnte. Dann hat man nämlich direkt etwas, mit dem man arbeiten kann und muss dem Künstler nicht erst sagen, was er bitte tun soll und wie er zu sein hat. Wer an einen solchen Manager gerät, der sollte auch schnell schauen, dass er wen anders findet.

Am Anfang zählen persönliche Begeisterung und eigene Erfahrung

Was sinnvoll sein kann, ist, von Beginn an jemanden aus dem eigenen Umfeld zu wählen, der Talent darin hat, E-Mails zu schreiben, zu telefonieren und Termine zu koordinieren. Im allerbesten Fall ist es jemand aus der Band, denn derjenige weiß dann auch genau, was ihr macht und könnt und wollt. Oder eine andere Person, die sich persönlich für eure Kunst begeistert und Spaß an diesen Aufgaben hat, vielleicht etwas fürs eigene Resümee tun möchte. In dieser Phase solltet ihr als Künstler aber noch in alles so tief involviert sein wie möglich! Auch wenn es nervt: Macht eure Anmeldung bei der GEMA und der KSK selbst. Sucht selbst nach den ersten, gerne auch privaten Auftrittsmöglichkeiten. Sucht selbst nach Multiplikatoren, die über eure Releases berichten. Spielt auf Dorffesten und bei Wettbewerben, um auf euch aufmerksam zu machen und vor allem lokal oder Szene-intern eine Fanbase aufzubauen.

Der unschlagbare Vorteil davon: Ihr lernt, wie der Branchenhase läuft.

Wenn sich dann später die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen, gut vernetzten Management ergibt, könnt ihr nicht mehr so leicht übers Ohr gehauen werden. Ihr wisst, welche Planungen und Summen realistisch sind. Könnt die Arbeit eurer Agentur oder des Einzelmanagers besser einschätzen und mehr eigene Ideen beisteuern.

photo by Sextrow

Hättest du überhaupt genug Arbeit zu vergeben?

Zu guter Letzt: Für einen Manager muss es auch genug zu tun geben. Bei der Dame vom Anfang wäre die Frage: Was sollte ihr Manager überhaupt machen? Wenn es nur zwei Songs gibt, wo soll er Auftritte oder Deals besorgen? Wenn noch keine Anfragen im Postfach der Künstlerin landen, was soll er dann morgens beim ersten Kaffee tun? Viel eher würden an diesem Punkt hin und wieder die Dienste von anderen Akteuren benötigt, zum Beispiel die kurzfristige Unterstützung einer Promotion-Agentur für die Pressearbeit bei den ersten Veröffentlichungen oder die Hilfe durch einen Booker für erste Auftritte. Auch diese Kontakte könnt und sollt ihr aber gerade zu Beginn selbst aufnehmen, damit ihr auch ihre Arbeit kennt. Beginnt auch hier klein, szene-orientiert oder lokal, am besten durch persönliche Kontakte. Überlegt dabei: Wer könnte sich freuen, wenn ich meine Musik anbiete, statt durch hundert solcher Anfragen täglich genervt zu sein?

Auch wenn es gerade eine richtig besch*****e Zeit ist für die Live-Branche, möchte ich diese Tipps genau jetzt den noch-Hobbymusikern mitgeben. Ihr könnt die Zeit verwenden, um euch in die Themen einzulesen und die kreative und organisatorische Vorarbeit zu leisten, die für den späteren Durchbruch nötig ist. Dabei wünsche ich euch ganz viel Erfolg! Eure Foxxy.

In dieser Hinsicht ist Billie Eilish „die neue Lady Gaga“

Am Freitag hab ich daheim auf meinem Sofa gesessen und den Livestream von bleibtzuhause.tv verfolgt. Chris, ein Freund von mir, wurde 40 und „feierte“ indem er verschiedene Gäste wie bei einer Talkshow im Livestream traf. Mit eigenen Veranstaltungen und als Vermarkter-Experte der Redrum Rock-Bar ist Chris tief in der Branche verankert. So passte es, seine Geburtstagsfeier als Event auf einem Kanal zu streamen, der ansonsten Livemusik überträgt.

Harte Bart- und Kuttenträger saßen im Abstand beisammen und redeten im Laufe des feuchtfröhlichen Abends plötzlich von einer „Mainstream Sängerin“, die ihnen überraschen gut gefallen hat. Die Beschreibung macht schnell klar: Es geht um Billie Eilish. (Link zum Stream)

Billie ist eine junge Sängerin, gerade einmal 18 Jahr alt, aus Los Angeles.

Sie hat die Charts in den letzten Jahren im Sturm erobert, reihenweise Grammys gewonnen und sogar den Titelsong zum neuen Bond Film geliefert, der leider wegen Corona noch nicht Premiere feiern durfte.
Auffallen tut sie auf den ersten Blick durch ihre leuchtend grünen Haare und den Baggy Style ihrer Kleidung. Die trägt sie konsequent, da es ihre Absicht ist, als Künstlerin wahrgenommen zu werden, ohne dass jemand auf ihren Körper achtet. Kaum zeigte sie sich später im Tank Top oder wurde von Paparazzi erwischt, wurde es dann doch zum großen Thema.
Schon sehr traurig, denn bei den Metal Typen ist es egal, wie ihre Figur aussieht. Da geht es ja angeblich immer nur darum, wie talentiert jemand an den Instrumenten ist. Genau so sollten Musikerinnen auch beurteilt werden dürfen.

Fotos: Universal Music

Billie singt nur, spielt also kein Instrument auf der Bühne (außer bei manchen Songs eine Ukulele), aber sie hat dieses so sehr von den Metalheads gewünschte Talent. Vor allem ist sie kreativ und für den Pop Bereich mutig.
„Pop“ ist ihre Musik eigentlich nur, weil die Promotion an den Mainstream gerichtet ist. Die Songs sind fürs Radio, für die Clubs, für die junge Generation und die große Bühne gedacht; außerdem steht Billie als Person im Fokus anstatt Teil einer Band zu sein. Einzig ihr Bruder Finneas O’Connell ist als Instrumentalist, Produzent und Co-Writer an ihrer Seite der Öffentlichkeit bekannt. Aber sie sind eben keine „Band“ und Eilish sieht sich nicht als Teil einer festen Underground-Szene wie dem Punk oder Goth oder Grunge. Deswegen ist sie „Pop“.

Pop Girls auf Abwegen?

Aber um „typisch Pop“ zu sein, ist alles an ihr und ihrer Musik zu düster und zu anders. Ihre Texte handeln zwar auch von Liebe und vom Feiern, aber sie gehen tiefer, wollen schockieren. Die Videos sind kunstvoll-abstrakt. Genau damit erregt sich auch die Aufmerksamkeit der hart gesottenen Kuttenträger. Und wird nicht von ihnen verlacht. Obwohl sie ein junges Mädchen ist, das vom harten Rock’n’Roll ja keine Ahnung hat.

Unter anderem geht Miley Cirus immer mehr in die rockige Richtung und covert munter die Songs ihrer Lieblingskünstler. Allerdings hat sie als Disney Girl gestartet und wird dieses Image nicht direkt los. Sie hat es schwerer, ernst genommen zu werden. Ich zeige euch mal ein Video, bei dem sie Joan Jett covert, denn ich finde das passt ganz gut. Der Auftritt ist nicht perfekt, aber aus dem Grund, dass sie live singt. Nix mit Playback. Und das ist doch, was ihr von einem Künstler wünscht:

Sich Respekt verschaffen wie „Mother Monster“

Die letzte Pop-Solokünstlerin, die es wirklich geschafft hat, auch in den alternativeren Kreisen ernst genommen wird, ist eben Lady Gaga.

Ihre Songs sind fröhlich-optimistischer als die von Billie, ihr Modestil eindeutig mehr körperbetont. Aber sie beide möchten nicht als stets gut gelaunte, hübsche „sauber-Image“ Frauen wahrgenommen werden – und werden es zum Blück auch nicht. Sie schaffen Kunst und sie ecken an und sie haben etwas zu sagen. Das öffnet ihnen neue Türen und beschert neue Zuhörer.

Ich wünsche mir für Billie, dass sie genau so weiter macht. Dass sie zeigt, dass „populär“ nicht automatisch schlecht und oberflächlich ist. Übrigens wollte ich schon lange gerne diesen Song vorstellen. Er ist von Fergie von den Black Eyed Peas. Aber mit Slash 😉 Und er ist geil.

Weitere Songs von Billie:

Noch ein gutes Cover von Miley:

und noch dieses Meisterwerk zum Abschluss 🙂

Möchtest du ein Instrument für benachteiligte Kinder abgeben?

Hey Leute, dieser Beitrag hier soll eine kleine vorweihnachtliche Überraschung für einen Freund sein 😉 Und zwar möchte ich Basti, der in den letzten Monaten das Project FAME auf die Beine gestellt hat, zur Weihnachtszeit helfen, Instrumente und Spenden für eben dieses Projekt sammeln zu können.

Was ist das Project FAME?

Nun, da Basti derzeit durch alle möglichen Lokalzeitungen und vertonten Interviews tingelt, muss ich da nicht mehr viel erklären. Ihr könnt es zum Beispiel bei klassik radio oder bei Oberberg aktuell nachlesen. Kurz gefasst: Es werden nicht mehr genutzte Instrumente gesammelt oder durch Spenden welche gekauft, um sie anschließend an Kinder zu verschenken, deren Eltern sich den Kauf nicht leisten könnten. So wird den Kids ermöglicht, ihren Traum vom Musizieren wahr werden zu lassen. Und die ein oder andere herzergreifende Story, die darüber hinaus geht, scheint es auch schon zu geben. Wenn ihr sie alle lesen wollt, schaut mal hier vorbei und scrollt durch die Beiträge.

FAME steht hier übrigens für Furtherance of Art and Music Education. Aber wir wissen doch alle, am Ende des Tages träumt jeder Musiker nicht von der Bildung, sondern von der großen Bühne. Von Fame eben!

Du möchtest helfen? Oder bist auf der Suche?

Wenn du für dein Kind ein Instrument suchst, die Anschaffung finanziell aber nicht machbar ist, dann wende dich doch mal an musik@basti-scholz.de

Du hast selbst eine ganze Sammlung an Gitarren, Keyboards oder vielleicht auch Violinen (alles kann gebraucht werden) im Keller stehen und findest es zu schade, sie auszusortieren? Dann ist jetzt die richtige Zeit, es doch zu tun, aber eben in dem Wissen, dass sie jemandem ganz viel bedeuten werden. <3

Auch wer keine ungenutzten Instrumente herumstehen hat, kann Project FAME unterstützen. Spenden, egal in welcher Höhe, können hier abgegeben werden: paypal.me/bastischolzofficial

Und wer sich eine Spende nicht leisten kann, da es gerade selbst etwas eng ist, der kann auch folgendes tun: diesen Beitrag teilen und so vielen Leuten wie möglich davon erzählen.

In diesem Sinne: schöne Vorweihnachtszeit! 🎄

Basti holt Instrumente von der Band Formosa ab 🙂

Quelle Bild 1: Image by Ирина Безмен from Pixabay

Quelle Bild 2 – 5: https://www.facebook.com/Project-FAME-108546937684430

Suchst du hochwertige alternative Masken? – Dark Creations

Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung (Produktempfehlung).

Mund und Nasenschutz-Masken, sie sind im wahrsten Sinne des Wortes DAS Must Have der Saison! Noch nie hat sich ein Fashion Piece schneller durchgesetzt 😛

Aber wenn man schon welche haben muss, dann sollten es wenigstens die richtigen sein.
Sie sollten gut sitzen, schön aussehen, lange halten und sicheren Schutz geben. Ich denke, wir alle haben da inzwischen einen bevorzugten Typ, was Schnitte, Bindung und so weiter angeht. In meinem Fall wären das die handgemachten Masken-Modelle vom Dark Creations.

Dark Creations ist ein One Woman Show – Fashion Label, betrieben von Shila Deadmoon aus Lüneburg.

Die Designerin näht schon seit mehreren Jahren Hosen, Tops und andere Kleidungsstück in einem Stil zwischen Metal und Gothic. Dieses Jahr kamen dann recht spontan die Schutzmasken dazu. Schon beim ersten Wurf habe ich eine bestellt und habe schnell festgestellt, dass es die ist, die ich am liebsten trage. Also hab ich noch zwei weitere geordert.

Quelle: https://www.facebook.com/DarkCreations

Warum finde ich diese Masken so gut?

Vorneweg sei gesagt, die erste Maske, die ich bei Dark Creations bestellt habe (schwarz-weiß-leo), ist immer noch mein Favorit. Denn bei ihr war das Gummiband etwas länger. Ich konnte es aufschneiden und passend zuknoten. Die neuen haben ein kürzeres Band, das auf den ersten Blick die perfekte Länge hat (für Kinder und Frauen), auf Dauer aber doch etwas eng anliegt. Wenn ihr also etwas mehr Platz braucht, bestellt am besten gleich die Männergröße.

Abgesehen davon sind sie immer noch die besten in meinem Sortiment. Andere vom Frühling habe ich inzwischen schon aussortiert, weil sie abgenutzt aussehen, ausgewaschen sind oder schlichtweg zu schmal (von oben nach unten, nicht von rechts nach links ^^). Eine mit besonders langen Bändern wurde zum Katzenspielzeug umfunktioniert. Die waren aber auch alle sehr günstig und das, was ich auf die Schnelle finden konnte, als die Pflicht kam.

Die Preise der Dark Creations Masken variieren zwischen 13 und 30 Euro, also nicht die günstigsten. Aber es sind eben von Hand angefertigte Waren – und sie sind aus hochwertigen Stoffen gemacht, in schaurig-schönen alternativen Designs. Heißt: viel Schwarz, mit weißen Highlights, viel Lederoptik, Symbole, Nieten und Animal Prints. Anbei ein Ausschnitt der verfügbaren Modelle:

Sie haben diesen Schnitt, der über der Nase etwas höher ist (finde ich persönlich am angenehmsten, da nichts in den Augen hängt und sich nichts faltet), sie sind breit und decken auch am Kinn gut ab. Die Stoffe sind recht fest und warm, also perfekt für den anstehenden Winter. Vor allem aber ist die Optik herausstechend aus den Standardmodellen und kitschigen Mustern.

In der Zukunft? Werden sie ein Statement bleiben

Ich gehe jede Wette mit euch ein: in 5 bis 10 Jahren tragen wir die Dinger beim Feiern freiwillig. Weil sie etwas Makaberes haben, etwas geheimnisvoll Verschleierndes, und weil sie zudem ein Blickfang und ein Symbol dafür sind, dass der Träger eine Katastrophe überlebt hat – jeder in seinem ganze eigenen Stil. Ganz ehrlich, was könnte mehr Gothic sein?!

Noch habe ich keines, denn im Moment lohnt es sich leider nicht so sehr, da man die Stücke nicht auf Partys ausführen kann. Doch ich denke, dass ich sehr bald auch ein Oberteil bei Shila bestellen werde. Vor allem weil sie auch Tops in Größe M-L im Angebot hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit! Viele Designer, die alleine und von Hand arbeiten, schneidern Unikate und diese sind dann meistens nur in Größe S erhältlich. Weil das verkauft sich bei so einem Stil am besten. Für größere Größen müsste man noch den extra Preis für eine „Sonderanfertigung“ zahlen…
Wirtschaftlichkeit hin oder her, das ist voll an der Realität vorbei. Umso mehr freue ich mich, bei Dark Creations was passendes finden zu können.

Neugierig auf die Kollektionen geworden?
Hier geht’s zum Shop!

Wie man im herbstlichen Lockdown Light „voll Metal“ bleibt

Guten Tag liebe metallischen Mitmenschen, im Frühjahr hatten wir bereits Ratschläge für rockende Beschäftigungen in dieser ungewöhnlichen, festivalfreien Zeit gesammelt: So bleibst du auch in Quarantänezeit „voll Metal“!

Doch jetzt ist Herbst und bald kommt die Weihnachtszeit. Da wird es im Garten langsam ungemütlich. Was also tun?

Hier kommen die 15 ultimativen Tipps auch für diese Jahreszeit!

1) Forget Wacken, here comes Backen! Die Mainstage heißt „Ofen“ und heizt euch voll ein, der Headliner heißt „Spekulatius“, nebenan halten sich die Newcomer „Vanillekipferl“ bereit. Wirst du ihnen eine Chance geben?

2) Horte so viel Halloweendeko und Kostüme wie möglich. Sie dürften derzeit überall im Angebot sein.

3) Bringe deine Guitar Hero Talente auf Vordermann mit ein paar rockigen Weihnachtssongs.

4) Ein Adventskranz mit Totenkopfkerzen … hmm, was hältst du davon?

5) Knote Schnüre an die Ecken deines größten Bandshirts und lass den Drachen in der Wiese steigen.

6) Entdecke ein paar tolle neue, wärmende Met-Sorten.

7) Fühle dich wie eine Norwegische Black Metal Band und verlaufe dich nach der Dunkelheit in endlosen Wäldern.

8) Falls Schnee fällt, baue eine Schnee-Eddie.

9) Oder zeichne das Logo deines Lieblings-Acts in den frischen Schnee.

10) Schnapp dir einen Tee, eine Decke und lies eine Musiker-Biographie.

11) Freu dich darauf, dass es bald etwas Gutes ist, sich eine Spritze zu setzen.

12) Verschenke ein paar liebevoll ausgewählte Platten.

13) Probiere endlich mal diese eine verrückte Haarfarbe aus, die du immer haben wolltest. Denn wenn du nicht willst, sieht es eh keiner bis es wieder raus gewachsen ist.

14) Bringe deinem Hund/Katze/Kind Headbangen bei. Das Moshen solltest du aber lieber lassen.

15) Freu dich auf bessere Zeiten und träume von den kommenden Konzerten. Das ist erlaubt und gefährdet niemanden 🙂

Foxxy wünscht eine schöne, aka erträgliche, Zeit \m/

Wer hat dieses wundervolle Plakat erstellt? 😀