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Meine Meinung war ja schon immer, dass die klassischen Helden in den Geschichten, die wir uns erzĂ€hlen, eher langweilig sind. Ihre Charaktere sind zu perfekt. Zu mutig und gutherzig und stark, bla bla. Es wĂ€re zwar schön, so zu sein, aber letztlich ist es unrealistisch. Und sorgt dafĂŒr, dass man sich selbst eher schlechter fĂŒhlt als besser. Denn so strahlend werden wir alle nie sein. Und wenn sie einen am Ende doch hĂ€ngen lassen, wird das GefĂŒhl, das sie hinterlassen auch nicht besser.

Das ist sicher einer der GrĂŒnde, warum die „Bösewichte“ oder Antihelden sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Nicht solche, die vollkommen gewissenlos geboren und grundlos böse sind. Die können gern am Ende eliminiert werden. Sondern die, die ihre eigenen Ziele und GrĂŒnde haben, aber als die Bösen dargestellt werden. Oder die, die verletzt wurden, aus Wut oder Angst handeln – und bessere Charaktere werden können, wenn sie zur Einsicht gelangen oder einfach mal umarmt werden.

Auch wenn sie fies bleiben, sind sie hĂ€ufig kreativer, intelligenter, humorvoller und einfach interessanter als die Helden. Vor allem lassen sie sich von niemandem sagen, wo’s lang geht. Sie tun, was sie wollen. All das macht Antagonisten oder auch die gefallenen Helden in der gegenwĂ€rtigen Popkultur so beliebt.

Das zur generellen Situation. Nun ist es so, dass der Lockdown das Leben eher dröge macht. Ausgerechnet in dieser Zeit wollte ich in die richtige Stimmung kommen, um einen Fantasy-Roman fertig zu schreiben. Langeweile oder Hoffnungslosigkeit passen da so gar nicht, um die passenden Worte zu finden.
Was macht also Sarah? Geht auf YouTube/Spotify und findet Playlists wie „Songs that make you feel like the villain“. WĂ€hrend sie diese hört, verschwindet die Monotonie und ein bisschen Feuer unterm A**** kommt zurĂŒck. Sowie die Lust darauf, bald wieder chaotische PartynĂ€chte zu erleben (und diese rĂŒcken nĂ€her und nĂ€her).
Auf jeden Fall hilft die Musik, die perfekte AtmosphĂ€re fĂŒrs Schreiben aufkommen zu lassen. In der Story gibt es keinen klassischen Bösewicht, aber alle Charaktere haben ihre Fehler. Sie sind echte Menschen. Sie handeln aus eigenem Interesse. Aus eigener SchwĂ€che. Anders, als die Welt es vielleicht gern hĂ€tte. Sie machen einen drauf und dabei geht es drunter und drĂŒber. FĂŒr alle diese Szenen waren die Villains-Songs perfekt. Der ein oder andere Moment im Buch wurde dadurch vielleicht sogar dĂŒsterer, als er sonst gewesen wĂ€re. Who knows …

Deswegen will ich heute ein paar Beispielsongs mit euch teilen und euch einfach dazu inspirieren, selbst mal nach solchen Listen zu suchen – wenn ihr einen guten Antihelden mehr bejubelt als die Mary Sues und wenn ihr einen kleinen (mentalen) Schub gebrauchen könntet.

Viel Spaß damit und bleibt badass! 😉

Genres, in denen es viele passende Songs gibt:

  • Gothic Rock
  • Synth und vor allem Dark Wave
  • Sleaze Metal
  • Alternative Rock
  • Pop-Punk
  • Emo
  • Blues/Soul
  • Mehr und mehr im Pop, es wird dort nihilistischer. #zeitgeist #whatever

Was Langsames zur Einstimmung …
Mein Favorit derzeit. Originalvideo hat zu langes Intro, also die Lyrics Version.
One of the songs that made me go down hill the sleazy road x3
Die Bridge hier könnte auch aus einem Musical sein und die Rolle wĂŒrde jeder im Cast spielen wollen xD
Eine weibliche Sichtweise..
Ein Herz fĂŒr Taylor Momsen <3
This song. This movie. This scene. This picture. This version. This everything! Danke fĂŒrs Zeigen, David!
Da steht Fox! Es kann nur cool sein 🩊
Klingt so harmlos, aber hört auf die Lyrics ^^
Doesn’t sound evil either. But those who know do know.
Zum Abschluss noch ein Klassiker und All Time Favorite. Ich habe ĂŒbrigens mal gelesen, dass es viel ĂŒber einen Menschen aussagt, woher man Tim Curry kennt. Nun … xD
PS: Ich hab ne lustige Foto-App gefunden …

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